Montag, 4. August 2008

The return to Moreton Island

Direkt vor Brisbane liegt ein Stündchen mit dem Boot weg eine paradiesische Insel. Sie heißt Moreton Island. Hier gibt es paradiesischer Weise nicht viel. Nur ein Ressort, einen Leuchtturm, viel viel Sand:




ein paar Schiffswracks:




viele Seevögel:




und eine Polizeistation:



unter anderem gibt es auch nach einem spotlichen haik am Strand entlang und über die Dünen eine aussergewöhliche Wüstenlandschaft zu sehen. Das Tangalooma dessert. Mit feinstem, weissen Sand und krassen Dünen.





Hier kommen einige Leute schon früh um halbneun zum Dünenrutschen her. Milla hat das auch gemacht. Aber davon gibts nur nen Film. Von mir gibts aber auch n Bild. Beim Obenstehen. Der kleine schwarze Punkt da oben, das bin ich.





Ach ja. Warum die anderen Leute hier in diesen antiken Bussen da sind und wir aber zu Fuss, das müssen wir noch erklären. Zumindest, warum wir zu Fuss.... dazu müssen wir aber etwas weiter ausholen. das hat mit letztem Oktober zu tun. ....
Also, damals, 10/07 waren wir eigentlich ja schon mal hier. Und das mit dem Auto. Dem eigenen. Eines schönen Tages, guten Mutes und wohl prepared sind wir auf der Autofähre nach Moreton. Hinter uns sahen wir auf dem Schiff die Brisbane Skyline immer kleiner, und die Freude auf die Insel in uns immer größer werden. I was no wi heit.


so landete man mit dem jeep dann auch direkt am Strand. Wie in der Normandie. Es gibt hier ja nur Sandpisten, ...



auch im Inneren der Insel... was aber nach den harten tracks von Bribie Island und sonstigen Ausflügen eigentlich kein Problem war. Der einzige Unterschied auf Moreton ist, dass die schmalen Sandpfade Wege für beide Fahrtrichtungen sind. Eine Spur ist also zwei Spuren. So kommt man also von der beach herauf:



fährt ein paar mal die zweispurige Hautverkehrsstraße auf der Insel auf und ab:



auf denen es auch immerwieder Gegenverkehr gibt. Man guckt sich ein paar Stunden die ersten Ecken der Insel an, und kommt dann an eine Kurve. Ungefähr so eine, etwas steiler, uneinsehbar, und an einem Hügel gelegen:



und wenn man dann 21km/h fährt, sich das ABS leider nicht abschalten lässt, und der entgegenkommen Landcruiser eine Bull Bar vorn drauf hat, dann sieht das Auto danach so aus.



Der Grill gecrashed, der Kühler leckt, man lässt sich über die halbe Insel im Schlepptau wieder auf die Fähre ziehen und fährt dann wieder heim.

Ich sag nur soviel: Heute sehe ich das ganz gelassen....

Unbedingt daheim mal ausprobieren: in tiefem, losen Sand mit ABS bremsen (erst mal ohne Gegenverkehr probieren...) Nun denn, wir wollten uns aber unbedingt auf der Insel noch mal umgucken, wegen diesem damaligen fabelhaften Erlebnis diesmal also zu Fuss. Viel laufen tut uns auch gut. Und für die weiteren Stecken haben wir uns dann was anderes einfallen lassen. Wenn die Straßen hier schon so klein sind, muss man sich halt auch kleine Autos nehmen. Millas erster Ausflug auf einem Quad:



Zunächst war Milla ja mit dem Ding auf vier Rädern etwas orientierungslos abseits der vorgesehenen Route unterwegs:



aber wenn ihr jemand vorausfährt, fährt sie brav hinterher. Auch durch die kurvigsten Dünen und die steilsten Auhänge hinunter.



eine wunderbar spassige Art die Natur zu erkunden und gleichzeitig die Umwelt zu verschmutzen.




Denn es ging zum eigentlichen Ziel der Tagesreise. Warum fährt man mitten im Winter auf eine Badeinsel? Weil man Europäer ist und denkt, dass im August Badesaison ist? Nein. Weil es hier im August etwas ganz besonderes zu sehen gibt. Um das zu sehen muss man mit dem Schiff einmal um die Insel herum an das Cape Moreton.



Und wir hatten dann doch mal riesen Glück!!! Tagelang hatte man keine gesehen, aber heute waren sie da: Buckelwale! auf ihrer Route nordwärts. Aus den eisigen Krill-reichen Gewässern der Antarktis kommen sie jedes Jahr und ziehen an der Ostküste entlang bis hoch in die Harvey Bay um sich dort zu vermehren. Ein absolut faszinierendes Erlebnis diesen riesigen Meeresbewohnern einmal so nahe sein zu können.






In den 50er Jahren hatten die Australier auf Moreton eine Walfangstation hingebaut. Von geschätzten über 18000 Tieren hatte man innerhalb weniger Jahre alle bis auf ein paar hundert abgeschlachtet. Und sich anfang der 60iger Jahre gewundert warum keine mehr da sind. Leider hat sich das Schlachten dann nicht mehr gelohnt. Und weil es Australier und keine Japaner waren, kamen sie dann doch noch rechtzeitig irgendwie drauf, dass man das Schlachten einstellen sollte. Way to go Aussis. aber wirklich sein hat das nicht müssen oder?!

Jedenfalls ein ergreifendes Erlebnis diese wundervollen Kreaturen zu sehen. Einige von ihnen werden über 60 Jahre alt. Vielleicht sind heute noch welche dabei, die sich an das Schlachten erinnern. Das gute ist, dass es mittlerweile angeblich wieder über 13000 Exemplare sind. Dennoch... ich ärgere mich nie in einem greenpeace-Boot vor einem japanischen Walfänger her gefahren zu sein und diese mit brennenden Flaschen beschmissen zu haben.






...ok, dieses Bild war aus dem Prospekt. ... :)


Und zum Abschluss warteten wir zum Abend hin auf Millas absolutes highlight dieses Tages.



pünktlich zum Sonnenuntergang sieht man sie kommen, da ... eine Flosse:



wir konnten wilde Delfine mit der Hand füttern. Seit vielen Jahren kommen wilde Delfine aus der Bucht zum abendlichen füttern. Sie bekommen nur 10% der Tagesration, aber, sie kommen immer wieder gerne zurück zum Tangalooma Resort. Sie werden studiert und begutachtet. Schon die dritte Generation ist von ihnen nun hier. Gerade gestern hatte eine davon ihr neugeborenes Delfinbaby dabei. Echt süss die Viecher.