Dem Wetter entsprechend sind wir dieses Wochenende mal in einen Regenwald gefahren. Die knapp bemessene Freizeit muss effizient genutzt werden, wenn Milla Samstags bis mittags arbeitet und Achim neben odd jobs noch die Reisevorbereitungen trifft. Zwei Stunden von hier ist ein atemberaubendes Arial einer vulkanischen Kaldera mit subtropischem Regenwald. In einem dieser Nationalparks befindet sich der nach einem Bushman benannte Ort O´Reilly´s.Hier hat dieser gute O´Reilly´s einst ein paar Typen nach einem Flugzeugabsturtz aus dem Urwald gerettet.
Ein Navi haben wir ja grade keines um dort hinzufinden, dafuer haben wir halt wenigstes ein Thermometer mitgenommen um zu sehn obs uns heiss oder kalt ist. Und ein paar Sonnenbrillen, falls doch mal die Sonne scheint, was sie auch immer wieder kräftig tut.
Entlang verwundener Strassen mit exotischen Schildern gehts vorbei an Rinderherden nauf ins Hochland des Lamington National Parks....
...wo´ste, wenn´ste oben bist, runterschaun kannst. Bis nüber nach New South Wales zum Mount Warning, den Captain Cook so benannt hat. Dieser dem Matterhorn ähnelde (aber - für unsere eidgenössischen Freunde - viel kleinere und unspektakulärere) Berg ist der Punkt Australiens, wo bei Sonnenaufgang die Sonnenstahlen als erstes australisches Festland erreichen.
Einen wirklich nicht alltaeglichen Sonnenuntergang kann man auf der Terrasse des mondaenen wildlife retreat logde resorts während der Cocktail happy hour bestaunen. Und ohne Wolken wär der ja nur halb so schön.
Eine kleine Nachtwanderung zum Grüwürmchen-walk und dem wishing tree haben wir in der Dunkelheit auch gemacht. Die Bilder würden aber auf dem schwarzen Grund hier nicht wirklich auffallen. - Gleich neben der nobel mondänen wilderness retreat lodge haben dann auch wir unser Bettchen eingerichtet. Etwas schlichter, aber mit ausgebauten Rücksitzen doch eine volle Mannslänge von Bett.
Nachts turnen überm Autodach im Baum die berüchtigten Possums rum und auf dem Weg zum Zähneputzen in der Früh hoppeln einem seelenruhig Wallaby-Springmaus-Känguruh Mischungen über den Weg.
Und wer braucht schon so ein Frühstücksbüffet. Hier gibts Deutsches Nutella zum Instant-Kaffee.
Das gibt Kraft für den Tag, sodass wir einen treetop-walk auf Seilbrücken 20m überm Regenwaldboden erkunden können.
Der ist allerdings ein Klacks gegen die hiking trecks hier. Wir haben uns für eine 7 Stunden Wanderung entlang von waterfalls und dem New South Wales Border walk entschieden. 14 km über matschige Regenwald-trecks schluchtauf, schluchtab.
ebenfalls mit exotischen Weges-Schildern... durchs subtropische Dschungel-Dickicht. Ich bin kein Star - aber trotzdem, holt mich hier raus.....
Insbesondere bemerkenswert ist ja die Tierwelt hier. Neben Mücken, Spinnen und Schlagen, den Glühwürmchen nachts, sieht man auf so einer Wanderung dann krasse, aggressive blaugrüne Süßwasser-Hummer. Jawohl, im Regenwald. Entlang der Bächlein.
Neben den domestizierten Spezies wie so was ähnlichem wie Lamas und Eseln (in Kalchreuth sind sie ja ausgestorben...) gibts wilde ... recht hässliche bush-turkeys
Koalas haben wir auch gesehn.. die aber nur im souvenir-shop aufm Regal.
Die Hauptattraktion für Touris in O´Reilly´s hätten wir ja fast vergessen. Man kann hier Papageien füttern, die sich hierfür gerne auf die Hand setzen ... oder auch auf den Kopf.
Bei der Abfahrt wurden wir dann noch mit einem Regenbogen verabschiedet, wie wir ihn noch nie gesehen hatten. Und der einen zu schicksalsträchtigen Fragen leitet....