Mittwoch, 23. Januar 2008

Zwei Straßen weiter

Das alte Jahr hat mit recht viel Regen aufgehört, das neue fing auch mit etwas Regen an. Allerdings gibt es hier aber immer wieder auch so fluffig schöne Wolkenformationen, sodass man die Bewölkerung nicht ganz verachten kann. Auch die Bevölkerung hier ist eher heiter und.... vor allem sehr hilfsbereit. Zum Beispiel, wenn man jemanden zum Umzug braucht, womit wir nach nur vier Zeilen also auch beim Thema wären. Wir sind umgezogen. Da wir uns auf den 29qm nicht so wohlgefühlt haben sind wir nun also zwei Strassen weiter auf 32qm eingezogen. Unsere 11 Möbelstücke konnten wir die 500m mit einem netterweise von Bekannten zur Verfügung gestellten LKW, Baujahr 1963, kompfortabel transportieren. So hatten die Umzugshelferfreunde nicht so viel zu schleppen.



Ein klasse Vorteil der Wohnung ist die Nähe zum Coles, von wo aus man den Einkaufswagen bis in die Wohnung schieben kann. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass man hier für soetwas wegen Diebstahls vorbestraft werden kann. Wobei ich doch wirklich aber echt auch der einzige bin, der den Einkaufswagen wieder zum Kaufmannsladen zurückschiebt statt ihn auf Nachbars Parkplatz abzustellen.
Die neue Wohnung ist unmöbliert. So hat Milla hat ein neues Bett bekommen, der Achim schläft auf der Couch. Weils so heiss ist :) Im Bad ist ein eingebauter Trockner vorhanden, den installiert man in Australien kopfüber über der Waschmaschine. Ich vermute das macht man nur mit europäischen Trocknermodellen so, damit sie meinen sie würden hier auch richtigrum stehen.
Spass beiseite, Trockner sind eingebaut weil laut Hausordnung keine Wäsche zum Trocknen auf den Balkon gehängt werden darf.



Auf dem Balkon ist somit viel Platz zum sitzen. Und zum guckn. Der Blick auf den legendären, vor sich hin rostenden, Antennenmast von West End, ein Überbleibsel der EXPO1988, den ein libanesischer Frisörsalonbesitzer auf sein Anwesen hat schleppen lassen. Hat ja was....



Bei der neuen Küche mit Gasherd steiten wir täglich wer denn nun kochen darf.
Da dies aber zweifelsohne Millas Expertise ist, räumt Mann hier das Feld.



nur wenn denn mal Besuch kommt, wird geholfen.



Unsere house warming party war eher ein room warming dinner, eher im kleinen Kreis.
Der deutsche Schweinebraten war allerdings schnell weg. An dieser Stelle mal ein Lob
dem guten alten deutschen Butcher Heinz in der Sterling Street. Klasse der Mann, da gibts neben totem Tier von Thomy Senft bis Kühne Gurken und Landleberwurscht alles, was der Franke zum Frühstück braucht. Was anscheinend aber auch Koreaner, Kolumbianer, Australier, Tschechen oder Kanadier essen.





An den Wochenenden haben wir nun wieder Zeit für Ausflüge. Und wenn wir denn schon mal keinen Autounfal haben, uns den Knöchel verstauchen oder es nicht in strömen regnet,
geht halt was anderes schief. Ausflugsziel wegen Erdrutsch gesperrt. Aber egal, wenn man mit outback-erfahrenen Einheimischen unterwegs ist, die ihr Auto für schweres Gelände dabei haben, fährt man dann eben zu geheimen Wasserlöchern wo nie ein Tourist hinfinden würde.
Nur Einheimische, meistens.



Und auch diesmal haben sie es gefunden und sind mit uns baden gegangen. Kristallklare, braune Brühe, aber völlig natur.




Noch ein paar Eindrücke aus dem Hinterländ. Das auf dem Bild rechts ist eine Kuh.
Alles sehr ähnlich der Schweiz. Arno, wir kommen. Arno? Ach, du bist ja gar nicht mehr dort. ...